minoritensaal graz

Großer Minoritensaal

Der weitläufige und großzügig ausgestattete Saal verbindet den Reiz historischer Mauern mit der Lebenslust des Barock. Der repräsentative Raum mit sehr guter Akustik eignet sich hervorragend für Veranstaltungen. Auch der Aufgang zum Saal ist beeindruckend und wird bei Veranstaltungen gerne für Cocktailempfänge bzw. Büffets genutzt.

Der Saal bietet bis zu 340 Personen Platz. Sowohl die dreistufige Bühne als auch die Anordnung der Sitzreihen bzw. Tische und Stühle können variabel gestaltet werden.
Licht- und Tonanlage, Verdunkelungsmöglichkeit, Leinwand, Garderoben für Künstler.

Der im Westtrakt des äußeren Hofes befindliche Saal ist das ehem. Sommerrefektorium der Klostergemeinschaft. Er wurde durch die Stiftung von Fürst Johann Seyfried von Eggenberg (*1644; tiyi3) ermöglicht und ab 1691 nach Plänen von Joachim Carlone (*1653; *1713) errichtet. Die zahlreiche Mitglieder zählende Künstlersippe der Carlone, die im 17. und 18. Jahrhundert in Bayern und Österreich tätig war, stammte ursprünglich aus dem Intelvi-Tal südlich des Luganer Sees. Der bereits in Graz geborene Joachim brillierte mit der Errichtung der ehem. Augustinerstiftskirche in Pöllau 1701-12. Die Innenausstattung des Minoritensaals wurde 1732 vollendet. Der im Zweiten Weltkrieg beschädigte Bau erfuhr 1949 eine Außenrenovierung und wird nach der Innenrenovierung 1963 seit 1965 für Konzerte- Vorträge- Ausstellungenveranstaltungen von hohem kulturellen Wert genutzt.

Die pastorale und künstlerische Bedeutung des Minoritensaales ist weit über die Grenzen unseres Heimatlandes hinaus bekannt.
In den Saal gelangt man durch ein repräsentatives Treppenhaus über quadratischem Grundriss im nördlichen Teil des Gebäudes.
Die Antonio Serenio. Über dem Portal zum Minoritensaal hängt ein 1703 entstandenes Porträt des Stifters Johann Seyfried von Eggenberg, das ihn mit einem Modell des Saales und einer Ansicht von Schloss Eggenberg in Graz zeigt. Die Türflügel des Zuganges zeigen interessante Laub- und Bandhverkmalereien aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts, die auch an den heute über das Kloster verteilten ehemaligen Refektoriumstischen zu finden sind.